NORDICS

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Lialykke

– Erzähl uns ein bisschen von Dir!

Ich bin Julia, oder einfach Lia genannt, 26 Jahre alt und Dänin, die in Norddeutschland am Meer lebt.

– Wie würdest Du das neue Design beschreiben?

Ich liebe die skandinavische Schlichtheit und das Design sollte das widerspiegeln. Mein Ziel war es, ein Teil zu kreieren, das ich viel nutzen würde – so, dass sich jede Masche am Ende gelohnt hat, auch für andere hoffe ich.

Der Pullover ist etwas kürzer geschnitten mit weiten Ärmeln, die zum Handgelenk hin zulaufen, sodass sie einem nicht in die Quere kommen, wenn man etwas mit seinen Händen macht – wie zum Beispiel Stricken 😉 Klassische Raglan-Pullover sehen bei den meisten Leuten gut aus und sie sind leicht zu stricken, aber die weiten Ärmel und der gefaltete Kragen geben dem Pullover einen besonderen Touch – und sie machen ihn besonders kuschlig.

– Was hat Dich zu diesem Design inspiriert?

Als mich WAK gefragt hat, ob ich ein Design für ein Kleidungsstück für die Kollektion machen würde, lag ich am Strand von Sardinien. Das war gut, denn sonst wäre ich wahrscheinlich ohnmächtig geworden.

Ich wurde von den Designs meiner, zum größten Teil skandinavischen, Lieblingsstrickdesigner inspiriert, deren Designs ich in der Vergangenheit selbst nachgestrickt habe und von meinem Lieblingsvintagepullover, den ich von einem Flohmarkt habe.

– Was machst Du beruflich und wo suchst Du deine künstlerische Inspiration?

Ich bin Architektin und arbeite seit 3 Jahren in diesem Bereich, allerdings war ich schon während meiner ganzen Kindheit an meiner Umgebung interessiert. Meine Kreativität wurde immer auf verschiedene Weise ausgedrückt und sie ist durch verschiedene Phasen gegangen. Ich hatte Phasen, in denen das Zeichnen im Vordergrund stand, oder das Häkeln, Musik, Holzarbeiten, aber was am längsten geblieben ist, ist natürlich das Stricken 😉 Dass das Stricken heutzutage so ein Trend geworden ist und nicht als seltsam und langweilig angesehen wird ist wundervoll – es gibt jetzt so viele Inspirationen und Designs überall! In der Instagram-Gemeinde habe ich einen speziellen “Stil” entwickelt, durch meine Farbwahl – Kupfer. Ich mag es, wenn alle Dinge zusammenpassen und ich bekomme viel Inspiration durch skandinavische Möbel und Textilien aus den 60er Jahren, die sich in vielen Stücken meiner Einrichtung wiederfindet.

– Wenn Du nur ein Wort benutzen dürftest, um Deine Designs zu beschreiben, welches wäre es? 

Das ist eine schwierige Frage. Wahrscheinlich “schlicht”, aber ich würde es nicht nur auf das Stricken beziehen, sondern auch auf meinen Beruf.

– Abgesehen von Deiner Mitarbeit an der WAK Kollektion im kommenden Frühling, was hält 2020 für Dich bereit?

Ich werde in eine größere Wohnung ziehen (also mehr Platz für Wolle), daher freue ich mich darauf im Jahr 2020 und später dort zu leben. Ich plane auch einen Urlaub im Ausland und endlich die Gebäude zum Leben erweckt zu sehen, an denen ich gearbeitet habe, seit ich Architektin geworden bin– das ist ein Designprozess, der leider viel länger dauert, als nur ein paar Nadeln zur Hand zu nehmen. Und viiiiel stricken – natürlich!

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                             VaskavullaKnit Thea Rytter

– Erzähl uns ein bisschen von Dir! Ich bin 31 Jahre alt, habe mir selbst das Stricken beigebracht und bin jetzt Strickwarendesignerin. Ich lebe in einer kleinen Stadt in Dänemark mit meinem Mann, drei Kindern und einem kleinen Hund 🙂

– Wie würdest Du das neue Design beschreiben? Das neue Design ist ein klassischer V-Kragen mit einem dicken, modernen Garn. Ich wollte ein Design kreieren, das man sowohl mit einem Shirt darunter zur Arbeit als auch Zuhause an einem faulen Sonntag tragen kann.

– Was hat Dich zu diesem Design inspiriert? Ich hatte ein paar Richtlinien von WAK bezüglich der Vorstellungen von der Kollektion. Ich wollte einen Pullover kreieren, den jeder stricken kann und ich war sehr von dem Patentmuster inspiriert, das ich vor kurzem gesehen hatte, allerdings kann das Patentmuster sehr zeitaufwendig sein und es ist nichts für absolute Anfänger, daher habe mich für ein Muster in kraus rechts/Rippe entschieden, was einen ähnlichen Look hat, mit klar definierten Maschen, aber trotzdem auf seine Art eigen ist.

– Was machst Du beruflich und wo suchst Du deine künstlerische Inspiration? Ich habe einen Master of Arts in dänischer Sprache, Film und Medien und wenn ich nicht gerade stricke, arbeite ich im Verlagswesen. Ich finde überall Inspiration, aber normalerweise inspirieren mich Formen, neue Techniken und Strukturen – und manchmal auch das Garn selbst. Ich lasse mich auf oft von Filmen oder alten Büchern inspirieren. Ich habe eine große Pinterest Sammlung und natürlich auch viele Zeichenhefte.

– Wenn Du nur ein Wort benutzen dürftest, um Deine Designs zu beschreiben, welches wäre es? Wenn dieses Interview auf Dänisch wäre, würde ich sagen “aha-oplevelse”; wörtlich übersetzt “aha Effekt”, der das Gefühl beschreibt, wenn Du etwas verstehst, was Du vorher nicht begriffen hattest: “aaaah jetzt verstehe ich”. In anderen Worten eine kleine Offenbarung oder eine Erfahrung, die einem die Augen öffnet (dafür gibt es auf Dänisch auch ein eigenes Wort). Aber da es dieses Wort in anderen Sprachen oft nicht gibt, würde ich sagen “spielerisch”. Ich weiß, dass kein Wort den Look meines ganzen Designportfolios beschreiben kann, aber als Strickwarendesigner geht der Look immer Hand in Hand mit der Art wie ein Strickmuster ausgearbeitet wird und daher auch mit der Erfahrung des Strickens selbst. Und ich möchte gerne Designs kreieren, die einem die Augen öffnen und bei denen es Spaß macht sie zu stricken.

– Abgesehen von Deiner Mitarbeit an der WAK Kollektion im kommenden Frühling, was hält 2020 für Dich bereit? Ich hatte ein ziemlich hektisches Jahr 2019 mit vielen Kollaborationen, Workshops usw… Und ich denke 2020 wird sehr ähnlich werden. Hoffentlich habe ich Zeit mein drittes Buch zu beenden und ich weiß, dass ich viele Muster für Zeitschriften und meine eigene Webseite machen werde.